Bezügenachweise

Der folgende Bezügenachweis beinhaltet die Daten eines Musterfalles.
Wenn Sie weitere Fragen zu Ihrem Bezügenachweis haben, wenden Sie sich bitte bei Fragen zu

  • Steuerabzügen sowie der Elsterbescheinigung
  • Kranken- und Pflegeversicherungsabzügen
  • Steuerbegünstigten Beträgen Ihrer KV- und PV-Beiträgen entsprechend dem Basistarif
  • Pfändungen / Abtretungen
  • Kindergeld
  • Unterschiedsbetrag zum Familienzuschlag (kinderbezogene Bestandteile)
  • Auszahlung / Überweisung oder Forderungen

an die Sachbearbeiterin bzw. den Sachbearbeiter der Hessischen Bezügestelle, die/der unter dem rechten Informationsblock neben dem Adressfeld auf dem Bezügenachweis (im Muster grün gekennzeichnet) angegeben ist.

Bei Fragen zu

  • ruhegehaltfähigen Dienstbezügen und Familienzuschlag der Stufe 1
  • Ruhegehaltssatz
  • Ruhegehalt, Hinterbliebenenversorgung und Sterbegeld
  • Kürzungen und Anrechnungen, z.B.
    • Mindestbelassung Rente
    • Rente 1
    • Ruhensbetrag nach § 58
  • Zuschlägen zum Ruhegehalt (§§ 15 Abs. 3 und 56 HBeamtVG)
  • Unfallausgleich
  • Witwengeld

wenden Sie sich bitte an die Sachbearbeiterin bzw. den Sachbearbeiter der Pensionsbehörde beim Regierungspräsidium in Kassel, die/der unter dem Adressfeld auf dem Bezügenachweis (im Muster rot gekennzeichnet) angegeben ist.

Anschriften und Kontoänderungen können Sie bei beiden Dienststellen melden.

Sofern die Bestellung eines Betreuers angezeigt werden muss, so teilen Sie dies bitte der Pensionsbehörde beim Regierungspräsidium Kassel unter Beifügung der entsprechenden Unterlagen mit.

Nähere Erläuterungen zur Berechnung von Versorgungsbezügen finden Sie im Internet auf der Homepage des Regierungspräsidiums Kassel (www.rp-kassel.de) oder unmittelbar über folgenden Link:

 Muster eines Bezügenachweises für Versorgungsempfänger/innen
Muster eines Bezügenachweises für Versorgungsempfänger/innen
(1) Allgemeine Daten

FZ/Tkl/Stufe/Konkurrenzregel
Die Tarifklasse bestimmt die Höhe des Familienzuschlags. Die Stufe ist abhängig von der persönlichen familiären Situation wie z.B. Familienstand, Anzahl der zu berücksichtigenden Kinder o.ä..
Bei Fragen zur Konkurrenzregel wenden Sie sich bitte an Ihre/n zuständige/n Sachbearbeiter/in (siehe oben).
Sofern bei Konkurrenzregel „ja“ ausgegeben wird, ist der in der Aufstellung der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aufgeführte Familienzuschlag der Stufe 1 zur Hälfte berücksichtigt.
Erfolgt nach dem letzten Schrägstrich keine Angabe, ist der in der Aufstellung der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aufgeführte Familienzuschlag der Stufe in voller Höhe berücksichtigt.

Ein entsprechendes Formular (Erklärung zur Kinderzulage nach dem TV-H, Erklärung zum Familien-, Orts- und Sozialzuschlag) können Sie sich unter dem Menüpunkt Bezüge > Versorgung herunterladen.

Geb.Datum/Fam.Stand
Der Familienstand wird wie folgt abgekürzt:
Ledig
Verh = verheiratet
Verw = verwitwet
Getr = getrennt lebend
eLPart = eingetragene Lebenspartnerschaft

Gruppe/Tarifart
Unter der Gruppe wird die ruhegehaltfähige Besoldungsgruppe dargestellt. Die Tarifart verweist auf das angewandte Gesetz und die Besoldungsordnung.

Lebens-/DA-Stufe BDA
Ruhegehaltfähige Stufe der Erfahrungszeiten für die Bemessung des Grundgehaltes der ruhegehaltfähigen Besoldungsgruppe. Die Festsetzung der zu berücksichtigenden Stufe erfolgte mit der Festsetzung Ihrer Versorgungsbezüge durch die Pensionsbehörde. Näheres können Sie dem entsprechenden Bescheid entnehmen.

Anspruchsmerkmale
Die kinderabhängigen Bezügebestandteile werden verschlüsselt abgedruckt.
KG = Kindergeld
FOS = Familien-, Ortszuschlag
Erfolgt die Zahlung eines Bezügebestandteils, so ist dieser durch ein "J" gekennzeichnet. Wird ein Kind als Zählkind berücksichtigt, dann wird der kinderrelevante Bezügebestandteil mit "Z" gekennzeichnet.

Kindergeld
Die Hessische Bezügestelle ist nach § 72 Einkommensteuergesetz (EStG) für die Beschäftigten des Landes Hessen als Familienkasse zuständig. Kindergeld nach dem EStG wird nur auf Antrag gewährt; Antragsformulare und ein Merkblatt erhalten Sie von der HBS.

Weitere Informationen zur Zahlung von Kindergeld erhalten Sie unter Bezüge > Kindergeld.

Ausz. FZ Kinder
Auszahlung Familienzuschlag für Kinder

Gilt bis
Das Gilt-bis-Datum bezieht sich auf die voraussichtliche Bezugsdauer von Kindergeld und/oder kinderbezogenen Familienzuschlag bzw. auf den Termin für die nächste Überprüfung.

Basistarif private KV/PV
Durch das Bürgerentlastungsgesetz können ab 01.01.2010 die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für Sie und ggf. für Ihren nichterwerbstätigen Ehegatten bzw. Ihre unterhaltsberechtigten Kinder in Höhe des Basistarifs im Lohnsteuerabzugsverfahren steuerfrei gestellt werden.

Weitere Informationen zum Bürgerentlastungsgesetz finden sie hier.

Steuerfreibetrag/Steuerhinzurechnungsbetrag Jahr/Monat
Hier sind die Freibeträge bzw. Hinzurechnungsbeträge eingetragen, die über das ELSTAM-Verfahren (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) abgerufen wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Bezüge > Steuer.

Steuerklasse/KinderFreib/Konf
Hier werden die über das ELSTAM-Verfahren abgerufenen Steuermerkmale dargestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Bezüge > Steuer.

Optionaler Steuerfaktor
Ab dem Kalenderjahr 2010 können Arbeitnehmer erstmals anstelle der Steuerklassenkombination III/V für den Lohnsteuerabzug das sog. Faktorverfahren (§ 39f EStG) bei der Steuerklasse IV/IV wählen, wobei durch Anwendung eines steuermindernden Multiplikators bei Ehegatten mit der Steuerklasse IV nicht mehr Lohnsteuer einbehalten wird als voraussichtlich notwendig.
Wichtig: Ein von Ihnen bei Ihrem Finanzamt beantragter Steuerfaktor wurde über das ELSTAM-Verfahren abgerufen.

Weitergehende detaillierte Hinweise zum „Faktorverfahren“ erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

Personalnummer
Unter der Personalnummer wird Ihr Personalfall bei der HBS und bei der Pensionsbehörde geführt.
Bei Rückfragen oder bei Briefwechsel mit der HBS bzw. der Pensionsbehörde erleichtern und beschleunigen Sie die Bearbeitung Ihres Anliegens, wenn Sie das Geschäftszeichen unter der Anschrift angeben.

(2) Ruhegehaltfähige Dienstbezüge

Ruhegehaltfähige Dienstbezüge
Summe aus den ruhegehaltfähigen Bestandteilen der Dienstbezüge (siehe auch Tabelle Versorgungslohnarten (PDF / 71.79 KB)).

Grundgehalt Versorgung
Betrag des Grundgehalts entsprechend der ruhegehaltfähigen Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe

Familienzuschlag
Betrag des Familienzuschlags der Stufe 1. Dieser Betrag gehört zu den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen. Anspruch und Höhe des Familienzuschlags der Stufe 1 richten sich nach den persönlichen Verhältnissen des Versorgungsurhebers.
Rechtsgrundlage § 43 HBesG.

(3) Erdientes Ruhegehalt

Erdientes Ruhegehalt
Rechnerisches Ergebnis aus der Multiplikation der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge und dem Ruhegehaltssatz gemindert um die Kürzung nach § 14 Abs. 3 HBeamtVG

Ruhegehaltssatz
Vomhundertsatz mit dem die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge multipliziert werden. Wie der Ruhegehaltssatz ermittelt wurde, können Sie dem von der Pensionsbehörde erstellten Festsetzungsbescheid entnehmen.

Kürzung § 14.3
Vomhundertsatz und Betrag um den das unmittelbar darüber stehende errechnete Ruhegehalt nach § 14 Abs. 3 HBeamtVG zu mindern ist. Der Prozentsatz der berücksichtigten Minderung ergibt sich aus dem Ihnen von der Pensionsbehörde zugegangenen Bescheid über die Festsetzung Ihrer Versorgungsbezüge.

(4) Versorgungsbezug

Versorgungsbezug
ggf. Mindestversorgung

In der weiteren Berechnung zu berücksichtigender Versorgungsbezug.
Ist der Betrag niedriger als die zuvor errechnete Hinterbliebenenversorgung, so findet eine Kürzung nach § 31 HBeamtVG Anwendung. Sofern mehrere Hinterbliebene Anspruch auf Versorgung aus dem Beamtenverhältnis ein und desselben Versorgungsurhebers haben, werden diese Versorgungsanprüche insgesamt nur bis zu einer Obergrenze geleistet. Die einzelnen Ansprüche werden anteilig gekürzt (§ 31 HBeamtVG). Näheres können Sie dem entsprechenden Bescheid der Pensionsbehörde entnehmen.
Ist der Betrag höher als die zuvor errechnete Hinterbliebenenversorgung, so ist der Versorgungsbezug auf die Mindestversorgung (§ 14 Abs. 4  HBeamtVG, ggf. §§ 25, 30, 41 Abs. 3 HBeamtVG) anzuheben.

monatl. Sonderzahlung
Die Sonderzahlung besteht aus einem Grundbetrag für jeden Berechtigten und einem Sonderbetrag für Kinder. Der Grundbetrag und der Sonderbetrag für Kinder werden monatlich im Voraus mit den Bezügen gezahlt. Der Grundbetrag bemisst sich nach den Versorgungsbezügen, die dem Berechtigten für den jeweiligen Monat zustehen und beträgt 2,66 Prozent der jeweiligen Versorgungsbezüge bzw. der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.

Weitere Informationen zu den Sonderzahlungen finden Sie unter dem Menüpunkt Bezüge > Besoldung.

Witwengeld
Die zustehende Hinterbliebenenversorgung wird mit dem angegebenen Vomhundertsatz aus dem unmittelbar darüber stehenden „erdienten Ruhegehalt“ des Versorgungsurhebers ermittelt.

(5) Kürzungen / Anrechnungen / zusätzliche Zahlungen

Kürzungen / Anrechnungen / zus. Zahlungen
Hier werden alle Kürzungen (insb. Rentenanrechnung, Anrechnung von Erwerbseinkommen oder eines weiteren Versorgungsbezugs und wegen eines Versorgungsausgleichs) aufgeführt (siehe auch Tabelle Versorgungslohnarten Anrechnungen (PDF / 19.88 KB).

Rente 1
Betrag einer nach § 59 HBeamtVG anzurechnenden Rente. Es wird der Betrag der Brutto-Rente dargestellt. Dieser Betrag muss nicht mit dem Anrechnungsbetrag nach § 59 HBeamtVG übereinstimmen.
In Einzelfällen wird hier auch nur nachrichtlich ein Rentenbetrag ausgegeben, wenn die Rente nach anderen Vorschriften anzurechnen ist.

Mindestbelassung (Rente)
Sofern das der Versorgung zugrundeliegende Beamtenverhältnis oder ein unmittelbar vorangehendes öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis vor dem 01.01.1966 begründet wurde, ist nach den Bestimmungen des 2. Haushaltsstrukturgesetzes bei einer Rentenanrechnung nach § 59 HBeamtVG eine bestimmte Mindestbelassung zu berücksichtigen. Näheres können Sie dem jeweiligen Festsetzungsbescheid der Pensionsbehörde entnehmen.

Ruhensbetrag nach § 58
Betrag, um den die Versorgungsbezüge wegen des Bezugs eines weiteren Versorgungsbezuges nach § 58 HBeamtVG zu vermindern sind.

Versorgungsausgleich
Betrag, um den die Versorgungsbezüge wegen eines Versorgungsausgleichs in Folge einer Ehescheidung nach § 63 HBeamtVG zu mindern sind.

Zuschläge wegen Pflege und Kindererziehung
Die Zuschläge wegen Pflege und Kindererziehung gem. § 15 Abs. 3 und § 56 HBeamtVG werden neben dem Ruhegehalt gezahlt (siehe auch Tabelle Versorgungslohnarten Zuschläge (PDF / 43.62 KB).

Unfallausgleich MdE
Sofern aufgrund eines anerkannten Dienstunfalls mit einer dauerhaften Erwerbsminderung von mind. 25 vH. ein Unfallausgleich nach § 40 HBeamtVG zusteht, wird hier der Vomhundertsatz der unfallbedingten Erwerbsminderung und der entsprechende Betrag des Unfallausgleichs angedruckt. Näheres können Sie dem entsprechenden Bescheid Ihrer Pensionsbehörde oder Ihrer Personaldienststelle entnehmen.
Der Betrag wird, da steuerfrei, im Gesamtbrutto nicht aber im steuerpflichtigen Brutto berücksichtigt.

(6) Gesamtbrutto

Gesamtbrutto
Gesamtbetrag des aktuellen monatlichen Bezugs (laufende und einmalige Bezüge ohne etwaige Nachzahlungen aus früheren Monaten)

Steuerpflichtiges Brutto
Das steuerpflichtige Brutto berücksichtigt die steuerrechtliche Bewertung der einzelnen Bezügebestandteile. Das steuerpflichtige Brutto kann vom Gesamtbrutto abweichen und stellt die Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Lohn- und Kirchensteuer sowie des Solidaritätszuschlags dar.

Summe - Monat - Jahr
Hier werden die aufgelaufenen Summen monatlich als auch jährlich bis einschließlich der aktuellen Abrechnungsperiode dargestellt.

Überweisung
Dieser Betrag wird auf die von Ihnen angegebene Bankverbindung überwiesen.
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